Umsetzungskraft gewinnen und vom Wollen ins Handeln kommen
@Jared Weiss
Du weißt, was du willst. Du hast Ziele. Ideen. Pläne. Und trotzdem schiebst du Dinge immer wieder vor dir her .
Nicht, weil du faul bist.
Nicht, weil dir Disziplin fehlt.
Sondern weil innere Muster dich bremsen. Es sind unsere Schutzmechanismen, die meist völlig unbemerkt auf dem Fahrersitz unseres Lebens rutschen und entscheiden welche Wege wir einschlagen. Unsere Überzeugungen, die unbemerkt die Führung übernehmen. Zum Beispiel Selbstzweifel, Angst vor dem Unbekannten oder das logisch klingende "Ich habe keine Zeit" oder “Morgen ist der besserre Zeitpunkt”. Das führt dazu, dass wir wichtige Entscheidungen immer wieder vertagen und Ziele und Visionen nicht umsetzen. Projekte bleiben liegen und eigene Wünsche rutschen immer wieder nach hinten.
Unser Kopf ist sehr gut darin, uns zu überzeugen, doch nochmal abwarten. Er findet immer plausible Gründe, warum jetzt gerade nicht der richtige Moment ist. Warum wir erst noch etwas klären, vorbereiten oder absichern sollten.
Es gibt fünft Vermeidungsmuster, die oft auftauchen und uns davon abhalten, unsere Ziele wirklich umzusetzen – auch wenn wir es eigentlich besser wissen. Hier erfährst du was es braucht, um aus diesen Loops auszusteigen.
Hier erfährst du,
warum wir immer wieder auf den „perfekten Moment“ warten – und warum er nicht kommt
was wirklich hinter „Ich habe keine Zeit“ steckt
warum wir Dinge aufschieben, die uns eigentlich wichtig sind
warum wir oft das Angenehme dem Sinnvollen vorziehen
und weshalb unklare Ziele fast immer zu Stillstand führen
Muster Nr. 1 - Warten auf den perfekten Moment
Viele von uns warten. Auf den Moment, an dem es sich endlich richtig anfühlt. Wenn wir erst noch klarer sind. Sicherer. Mutiger. Energievoller und uns motiviert fühlen.
Bis dahin schieben wir Entscheidungen vor uns her und bleiben lieber im Gewohnten. Nicht, weil du faul bist, sondern weil im Hintergrund ein unbewusstes Programm läuft, das dich schützen will – vor Fehlern, vor Enttäuschung, vor dem Gefühl zu scheitern.
Das Entscheidende ist: Der perfekte Moment kommt nicht. Denn es liegt an unserem Gehirn, dass uns beschützen will und diese Aufgabe auch hervorragend macht. Es ist darauf programmiert unser Überleben zu sichern und nicht der CEO für unsere Entfaltung zu sein. Das führt in den wichtigen Momenten dazu, dass wir uns doch noch nicht bereit fühlen können. Das wir lieber nochmal eine Nacht drüber schlafen. Doch nochmal eine Ausbildung machen. Dieser Mechanismus führt oftmals zu Prokrastination und so gehen manchmal Monate ins Land, ohne das sich wirklich etwas verändert.
Wir warten insgeheim darauf, das wir uns besser fühlen, um zu starten, aber das besser Gefühl, das Gefühl von Sicherheit entsteht erst danach. Es entsteht nachdem du beginnst die ersten Schritte zu gehen.
Außerdem ist unser Gehirn darauf ausgelegt Energie zu sparen und jede Veränderung bzw. jedes Bewegung raus aus alten Mustern führt dazu, dass wir neue neuronale Muster entwickeln müssen. Da wägt unser Kopf vorher ab: Lieber den alten Weg einschlagen und keine Energie verschwenden, oder den neuen Weg der allerings Energie kostet, die ich ja noch brauchen könnte. Das läuft vollkommen unbewusst ab und folgt keiner Logik.
Der perfekte Zeitpunkt existiert deshalb nur in unserer Vorstellung. Wirkliche Lösungen begegnen uns in dem Moment, wenn wir beginnen loszugehen. Dann eröffnen sich neue Möglichkeiten und neue Klarheit. Und auch Motivation entsteht häufig nachdem wir anfangen und nicht davor.
Wenn man merkt, das diese inneren Muster greifen ist es oft höchste Zeit, die Ausreden über Bord zu werfen und in die Umsetzung zu kommen.
Muster Nr. 2: Ich habe keine Zeit
Oft ist „Ich habe keine Zeit“ eine der ersten Antworten, wenn es um Veränderungen geht, gepaart mit der Annahme, das Morgen mehr Motivation, eine bessere Stimmung oder einfach bessere Gesamtbedingungen vorherrschen.
Schaut man genauer hin, geht es dabei meist weniger um Zeit, als um das, was gerade im eigenen Kopf vorgeht. Was wir im Moment für möglich, wichtig und richtig halten entspricht nicht dem was wirklich möglich ist. Unser Kopf kann sich oft nicht vorstellen, dass auch kleine Schritte zu großen Ergebnissen führen, wenn wir sie kontinuierlich gehen.
Unser Gehirn nimmt damit Annahmen vorweg und sabotiert so unsere langfristigen Ziele. Es bevorzugt das, was sich sofort gut anfühlt: die kurze Ablenkung, die schnelle Belohnung, der einfache und bekannte Weg.
Aufgaben, deren Nutzen erst später sichtbar wird, wirken weniger attraktiv. Studien aus der Motivations- und Entscheidungsforschung zeigen, dass Menschen besonders dann vorankommen, wenn sie sich über längere Zeit konzentriert einer Sache widmen und Ablenkungen bewusst reduzieren.
Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt diesen Zustand als „Flow“ – der Moment, in dem Arbeit leicht wird und Sinn stiftet. Er entsteht, wenn wir freiwillig auf etwas Anspruchsvolles einlassen.
“The best moments in our lives are not the passive, receptive, relaxing times . . . The best moments usually occur if a person’s body or mind is stretched to its limits in a voluntary effort to accomplish something difficult and worthwhile”
(Csikszentmihalyi, 1990).
Muster Nr. 3: „Das ist gerade nicht so wichtig.“
Viele Dinge, die uns langfristig wirklich weiterbringen, fühlen sich im Alltag nicht dringend an. Sie brennen nicht. Sie drängen nicht. Sie machen keinen Lärm.
Deshalb rutschen sie im Alltag oft nach hinten. Wir kümmern uns zuerst um das, was sofort Aufmerksamkeit verlangt: E-Mails, Termine, kleine Probleme, fremde Erwartungen. Am Ende des Tages ist die Energie weg – und das Eigene, das was uns wirklich wichtig ist bleibt liegen.
Nicht aus Desinteresse. Sondern weil es sich immer wieder verschieben lässt. Das Entscheidende: Was nicht dringend wirkt, verschwindet schnell aus dem Fokus. Und so vergehen Wochen oder Monate, ohne dass sich an den wirklich wichtigen Themen etwas grundlegend verändert. Viele merken erst spät, dass sie sich ständig um alles gekümmert haben – nur nicht um das, was ihnen selbst wirklich am Herzen liegt.
Bewusst Prioritäten zu setzen heißt deshalb nicht, alles perfekt zu organisieren. Es heißt, sich regelmäßig zu fragen: Was ist mir wirklich wichtig – auch wenn es gerade nicht laut ist? Diesem Teil des eigenen Lebens wieder mehr Raum zu geben und in den Vordergrund zu rücken, gibt einen ordentlichen Boost die eigenen tieferen Ziele und Visionen in die Realität umzusetzen.
Muster Nr. 4: “Mir fehlt das Selbstvertrauen”
Es ist total verständlich, dass wir uns Selbstvertrauen wünschen. Es fühlt sich gut an, wenn wir uns sicher fühlen und kraftvoll. Die meisten Menschen haben kein Selbstvertrauen, nicht weil sie ungeeignet wären oder zu schwach, sondern, weil Selbstvertrauen immer das Resultat von Umsetzung ist.
Selbstvertrauen entsteht nicht durch Denken, Plan oder Vornehmen, sondern durch Machen. Oft nehmen wir uns Dinge vor und machen sie dann nicht. Und jedes Mal, wenn du dir etwas vorgenommen hast, es aber anschließend verschiebst oder nicht umsetzt lernst du: Ich schaffe es nicht und kann mir selber nicht vertrauen.
Viele warten auf Selbstvertrauen um anzufangen. Aber Selbstvertrauen ist ein Muskel der trainiert werden kann, wie dein Bizeps im Gym. Beginne damit regelmäßig die Dinge zu tun, die du dir vornimmst. Mache sie regelmäßig und zur Routine und vor allem mache sie auch wenn du unmotiviert bist oder dich unsicher fühlst. Dehne deine Komfortzone so regelmäßig aus.
Das Gehirn wächst durch Herausforderungen und durch den Umgang mit Unsicherheit. Selbstbewusstsein wächst in dem Moment in dem wir beginnen neue Dinge tun.
Muster Nr. 5: “Ich schaffe das nicht”
Der Gedanke „Ich schaffe das nicht“ hat meist wenig mit fehlender Fähigkeit zu tun. Er entsteht häufig dort, wo Ziele zu unklar bleiben. Oft nehmen wir uns Dinge vor, die gut klingen, aber wenig greifbar sind:
Ich will abnehmen.
Ich will mehr Sport machen.
Ich will mehr verdienen.
Ich will etwas machen, das mir mehr Freude bringt.
Das sind wichtige Wünsche. Aber noch keine konkreten Schritte.
Solange unklar bleibt, was genau gemeint ist, bis wann etwas erreicht werden soll und wie der nächste Schritt aussieht, wirkt ein Ziel schnell überwältigend. Dann fühlt es sich an, als wäre es zu groß, zu weit weg, zu kompliziert.
Und daraus entsteht der Gedanke: Ich schaffe das nicht. Klarheit verändert dieses Gefühl grundlegend. Wenn du weißt, was konkret ansteht, wird aus Überforderung eine Aufgabe. Aus Unsicherheit entsteht Orientierung.
Nicht alles auf einmal. Aber Schritt für Schritt. Und es ist immer viel mehr möglich als wir glauben, wenn wir die kleinen Schritte kontinuierlich gehen.
Ein weiterer Punkt: Unser Gehirn richtet sich stark auf das Hier und Jetzt aus. Was keine unmittelbaren Folgen hat, verliert im Alltag schnell an Gewicht. Aufschieben fühlt sich zunächst harmlos an – deshalb bleibt vieles lange liegen.
Erst wenn Ziele zeitlich und emotional greifbar werden, entsteht Verbindlichkeit.
Nicht durch Druck. Sondern durch innere Ausrichtung.
Fazit:
Viele dieser Gedanken begleiten Menschen seit Jahren. Sie sind alt. Sie gehören nicht mehr zu dem, was heute möglich ist. Unsere Energie, unsere Klarheit und die eigenene Handlungskraft sind immer da. Sie warten nicht darauf, entfaltet zu werden.
Teile gern in den Kommentaren, was dich gerade am meisten beschäftigt.
Herzlich
Heike
Wie du weitergehen kannst:
Wenn du merkst, dass dich innere Muster immer wieder vom Handeln abhalten,
ist mein Einstieg die Breakthrough Session.
In zwei intensiven Stunden lösen wir, was dich innerlich stoppt, und setzen deine Handlungskraft wieder frei.
Für die Arbeit an tiefer liegenden Blockaden nutze das RRT-3er-Paket.
Wenn du eine längerfristige Begleitung wünscht für eine stabile Umsetzung im Alltag 3-Monats-Begleitung .