Heike Dittmers Coaching

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So stärkst du deine Selbstwirksamkeit

Hast du dich schonmal gefragt, warum manche Menschen mit wenig Talent viel erreichen und andere mit viel Talent wenig? Steckst du manchmal fest, obwohl du tief im inneren genau weißt, dass du eigentlich alles hast, um deine Träume und Visionen zu verfolgen?

Eine der größten Ressourcen, wenn es darum geht Träume und Ziele zu erreichen, steckt in der eigenen Selbstwirksamkeit.

Es ist unser Grundbedürfnis, dass wir uns als wirksam erleben.

Selbstwirksamkeit ist ein entscheidender Hebel für die Selbstverwirklichung, also dafür deine Bestimmung und dein wahres Selbst zu leben und deine Ziele zu erreichen.

Wie deine Selbstwirksamkeit deine Umsetzungskraft beeinflusst

Selbstwirksamkeit hat den entscheidenden Einfluss darauf, ob wir uns selbst als fähig und talentiert wahrnehmen. Und das hat nichts mit den Tatsachen zu tun. Wenn wir z.B. eine Herzensvision haben, uns dann aber die Überzeugung fehlt, dass wir das auch erfolgreich schaffen, dann hängen wir unsere Entscheidung, noch bevor wir überhaupt starten, schon wieder an den Nagel. Oder wir lassen uns von den kleinsten Rückschlägen entmutigen.

Selbstwirksamkeit ist das Gegenteil von Selbstzweifel.

Selbstwirksamkeit ist geprägt von einem Zustand innerer Ermutigung.

Unsere Selbstwirksamkeits -Erwartung, wie der Begründer der Selbstwirksamslehre, der Psychologe Albert Bandura es bezeichnet, entscheidet über unseren Erfolg und darüber ob wir unsere Träume angehen oder anzweifeln.

Wenn du entschlossen Ziele erreichen willst, ist deine Selbstwirksamkeit entscheidend, denn sie gibt dir den Schlüssel in die Hand zum Gestalter deines Lebens zu werden. Wenn du dich selbst als wirksam erlebst, dann traust du dir mehr zu, setzt mehr um und bist am Ende erfüllter, weil du dich als machtvoll ansiehst, anstattt als hilflos.

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten - Henry Ford:

Glauben wir – wir sind der entscheidende Faktor für Veränderung und Ergebnisse, oder sehen wir die Ursachen dafür im Außen und geben damit einen Riesenbatzen unserer Kraft wieder ab.

 

Warum Selbstwirksamkeit der entscheidende Schlüssel ist

Selbstwirksamkeit bezeichnet, dass du dich selbst als wirksam erlebst.

Und, wenn wir unsere Selbstwirksamkeit stärken, dann stärken wir automatisch unseren Selbstwert, da wir unsere Stärken stärken. Wenn wir erleben, dass wir Dinge umsetzen und auch die Ressourcen dafür haben das zu tun, erleben wir uns als einflussreich.

Wenn sich neue Möglichkeiten eröffnen, gehen wir sie an, weil wir davon ausgehen:

“Das schaff ich schon”

“Ich glaube an mich”

“Ich kriege das schon hin”.

Eigene Ziele und Visionen gehen wir schneller an, wenn wir uns als selbstwirksam erleben. Wenn wir Rückschläge erlangen, stehen wir schneller wieder auf, weil wir tief in uns das Vertrauen haben, dass es schon klappen wird.  

Das Gegenteil von Selbstwirksamkeit ist erlernte Hilflosigkeit

Das Gegenteil von Selbstwirksamkeit ist den Status Quo so akzeptieren so wie er ist - obwohl du etwas anderes willst. Und das zeigt sich in allen Lebensbereichen, beim Thema Beruf oder Partnerschaft, aber auch das Thema Sport angeht.

Wenn wir das Gefühl haben, wir können die Situation nicht verändern, dann ist das erlernte Hilflosigkeit. Das lähmende Gefühl, das wir nicht freiwillig wählen können.

Dafür ist es wichtig zu wissen, das erlernte Hilflosigkeit keine Charakterschwäche ist, sondern erlernt ist.

Wir kommen alle als wirksam auf die Welt bis zu dem Zeitpunkt, wo wir die Erfahrung machen, das wir ohnmächtig sind.

Das kann zum Beispiel passieren, wenn deine oft eingegriffen haben, wenn du eigene Projekte oder Ideen verfolgen wolltest und gesagt haben, nein das mach mal anders, oder du musst das so und so machen, oder auch wenn dir Fehler passiert sind, zu sagen: siehst du …

habe ich doch gesagt, anstatt dich zu ermutigen es auf einem anderen Weg zu versuchen.

Daraus entsteht eine Quelle von Angst, meist unbewusst, die uns dann in einem Kreislauf der Ohnmacht hält. Wir erleben uns als Ohnmächtig, ja da kannst du nichts machen, was zu vermehrten Zweifeln führt und den Fokus noch mehr auf unsere Fehler lenkt.

Entscheidend ist, sich keine Vorwürfe zu machen oder sich damit zu entwerten. Das macht der innere Kriktier dann sehr gern, sondern nach der Ursache zu forschen. Die gute Nachricht ist: Hilflosigkeit ist antrainiert und lässt sich genauso wieder abtrainieren.

Wahrscheinlich hattest du einen guten Grund und dein emotionales Gedächtnis hat in der Vergangenheit die Verknüpfung gemacht, dass du nur sicher bist, wenn du eben nicht selbstwirksam bist und dann hält dich dieser Loop in dem altem Verhalten.

Die gilt es zu lösen und in einen besser funktionierenden erfüllenderen Kontext zu bringen.

Wenn wir merken, das erlernte Hilflosigkeit uns einschränkt, dann ist das auf jeden Fall ein Zeichen dafür, das noch ordentlich ungelebtes Potenzial in uns steckt und Selbstwirksamkeit ein Schlüssel dafür ist das rauszuholen.

Gehirnforscher Gerald Hüter hat es ja gesagt: Jedes Kind ist hochbegabt.  

 

Warum Prägungen unsere Selbstwirksamkeit stark beeinflussen

Wenn du in einem Umfeld groß geworden bist. Deine Eltern, deine Schule, dein Umfeld Oma und Opa dir viel zugetraut haben, dann prägt dich das stark und du nimmst dich wahrscheinlich als sehr Selbstwirksamkeit wahr.

Da fällt mir die Geschichte von Felix Finkbeiner zu ein, den ich vor ein paar Jahren mal interviewt habe. Er ist Umweltaktivist und hat “Plant for the Planet” gegründet. Eine Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat Bäume für den Klimawandel zu pflanzen.

Im Alter von neun Jahren schlug er vor: Jedes Land solle 1 Millionen Bäume pflanzen, nachdem er das Buch: “Eine unbequeme Wahrheit” von Al Gore gelesen hat. Seine Eltern, Großeltern und Lehrerin unterstützen ihn und kurz darauf pflanzte er die ersten Bäume. Mit 13 legte er noch einen drauf und schlug der UN vor eine Billionen Bäume zu pflanzen, mittlerweile ist er einer der Köpfe einer globalen Bewegung.

Oft sind wir auch in einigen Bereichen sehr selbstwirksam - in anderen nicht. Hier lohnt es sich einen Blick darauf zu werfen und zu sehen: welche Resourcen habe ich jetzt schon, was ist jetzt schon alles da, was mir hilft in einem anderen wichtigen Bereich selbstwirksamer zu werden und voller Stolz und Mut vorangehen.

Denn ein wichtiger Faktor für Selbstwirksamkeit ist die Ermutigung. Und damit kannst du dich selbst ermutigen.

Wenn du ein großes Vertrauen in deine Selbstwirksamkeit hast, dann traust du dir mehr zu und bist auch bereit dich stärker für deine persönlichen Ziele und Träume einzusetzen.

 

Deine Selbstwirksamkeit entscheidet über das Erreichen deiner Ziele

Ob wir ein Ziel angehen oder nicht – entscheidet im Vorfeld oft schon unsere Einschätzung unserer Selbstwirksamkeit.

Haben wir eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung: also glauben wir daran, dass wir die notwendigen Kompetenzen haben

du das schon mal erlebt. Du nimmst dir was vor und dann kriegst du deine PS nicht auf die Straße?

Höre das Thema im Podcast

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Wie du deine Selbstwirksamkeit stärken kannst

Du kannst selbst einiges dafür tun, um deine Selbstwirksamkeit zu steigern:

1.    Nimm wahr, wann du dich selbst rausredest und trau dir selbst mehr zu. Entlarve deine Angst und frag dich: was würdest du tun, wenn die Angst nicht da wäre. Durchbreche deine Terrorbarrieren, am besten jeden Tag!

2.    Trau dir auch mal Dinge zu, bei denen du das Ergebnis nicht kennst und werde dir bewusst wenn Selbstzweifel dich abhalten wollen.

3.   Kreiere dir regelmäßige Erfolgserlebnisse, bei dem du tust, was du dir vornimmst und kleine Ziele erreichst: das Bett machen morgens, ist so ein Trick, weil er dem Unterbewusstsein gleich sendet: erfolgreich umgesetzt.

4.    Emotionale Aktivierung unterstützt dich deine Selbstwirksamkeit zu stärken. wie kannst du dich emotional stärken wenn du etwas tust, was dich aus der Komfortzone rausbringt. Welche Gefühle willst du fühlen und wie kannst du die in das was du gerade tust auch hineinbringen.

5. Feiere deine Fortschrittte und deine Erfolge. Erkenne dich an. Es ist so wertvoll anzuerkennen, wenn du etwas neues tust. Dich z.B. aus der Komfortzone herausbewegst. Wir sind hier, um unsere Zeit zu genießen. Der Weg, den du gehst, sollte dir Freude bereiten und dich erfüllen.

6. Suche dir einen Accountability Partner – oder mache dir einen Accountability Spiegel.

Dein Versprechen dir selbst gegenüber ist wichtig. Leichter wird es, wenn du jemanden hast, der dich dabei unterstützt und der dich nicht sugar coacht.

Das bewirkt Wunder.

Fazit

Wir wissen meist ganz genau, wo noch mehr Raum für Selbstwirksamkeit in unserem Leben ist und wo wir schon lange diesen Push bekommen, der dir sagt: “Nun aber mal”.

Dann ist es Zeit zu sagen: Okay jetzt ist keine Zeit für Ausreden mehr, sondern Zeit mich reinzureden.

Ich warte auch nicht mehr auf den Neujahreswechsel mit meinen Zielen, oder auf das Zeichen vom Universum, sondern ich bin das Zeichen.

Egal wo du stehst du kannst in jedem Moment sagen: jetzt stärke ich meine innere Wirksamkeit.

Jetzt traue ich mir neue Dinge zu und gehe dafür los.  


With love and passion

Heike